Stellungnahme der LFD Holding zum Thema Afrikanische Schweinepest

 12. Januar 2018.

Wie andere Branchen- und Verbandsvertreter betrachten wir das Thema Vorrücken der Afrikanischen Schweinepest als sehr ernstzunehmenden Sachverhalt. Denn neben der unmittelbaren Gefahr für unsere Bestände werden im konkreten Seuchenfall auch alle Bewegungen von Tieren in großen Sperrgebieten zum Erliegen kommen. Das hat das direkte Zusammenbrechen der Schweinezucht zur Folge, mit immensen Auswirkungen auf alle Partner der Wertschöpfungskette und nicht zuletzt auch auf die Versorgung der Bevölkerung.

Die LFD-Gruppe selbst hat ohnehin sehr strenge interne Vorgaben zur Hygiene. So besteht ein striktes Regime zum Betreten und Verlassen der Ställe, die in der Regel mit Seuchenwannen ausgestattet sind. Der Verzehr von Fleisch aus Osteuropa in den Betrieben ist untersagt.

Auch hat sich in diesem Zusammenhang als richtig herausgestellt, dass die LFD ihre Ferkelauslieferungen sowie die internen Transporte fast ausschließlich mit eigenen Fahrzeugen selbst vornimmt, um Sicherheits- und Hygienestandards bestmöglich kontrollieren zu können.

Wir sehen die größte Gefahr für eine Ausbreitung in den aktuell sehr hohen Schwarzwildbeständen sowie dem umfangreichen Transitverkehr von Fahrzeugen (Lkw und Pkw) aus Osteuropa über deutsche Autobahnen. Denn durch die dort potenziell nicht ordentlich entsorgten Essensreste können sich die umfangreichen Bestände an Wildschweinen schnell und flächendeckend anstecken.

Daher müssen neben internen Maßnahmen zum Schutz unserer Bestände auch viele externe Maßnahmen von den zuständigen Körperschaften durchgeführt und unterstützt werden: Vor allem die Reduktion der Wildbestände und die Sauberkeit der Parkplätze entlang der wesentlichen Transitstrecken stehen da im Vordergrund.

Da das Land Sachsen-Anhalt sich bis dato um das Thema nicht sichtbar bemüht, haben wir in Zusammenarbeit mit vielen Standeskollegen und den zuständigen Landkreisbehörden einen Unterstützungsfonds für die lokalen Jäger und deren Arbeit aufgelegt.

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