TIERWOHL

Die Gesundheit unserer Tiere steht bei Züchtung und Haltung an erster Stelle. Neben den umfangreichen amtlichen Kontrollen kontrollieren auch unsere Mitarbeiter jedes unserer Tiere zweimal täglich und stellen fest, ob es gesund ist. Wir bieten den Tieren Spielzeug und Beschäftigungsmaterial, sowie eine artgerechte Atmosphäre. Durch den Einsatz moderner Stalltechnik haben unsere Tiere 24 Stunden am Tag Zugang zu Futter und frischem, sauberem Wasser. Fütterung und Klimasteuerung werden rund um die Uhr überwacht. Im Fall einer Störung wird der Mitarbeiter in Rufbereitschaft automatisch informiert. Schwächere Tiere werden zeitnah von den gesunden Schweinen getrennt und können unter besonderer Beobachtung regenerieren. Gesunde Ferkel brauchen weniger Medikamente, das erhöht die Qualität und senkt die Kosten.

Strikte Einhaltung der Tierschutzauflagen und der vorgeschriebenen Hygieneregeln ist die Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg unseres Unternehmens. Dazu gehört auch die Unterteilung der Betriebe in getrennte Bereiche. Der Zugang zu den Tieren ist nur nach dem Passieren einer Schleuse und vorherigem Duschen möglich. Betriebskleidung ist bei der Arbeit mit den Schweinen Pflicht. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass in den letzten 48 Stunden kein Kontakt zu anderen Schweinen stattfand. Das verhindert die Übertragung von Infektionen und Krankheiten und sichert die Gesundheit der Ferkel in unseren Ställen.

UNSER FUTTER

Unsere Schweine werden mit gedünsteten Kartoffeln, Gerste, Weizen und Mais gefüttert. Zusätzlich erhalten die Tiere Eiweiße in Form von Rapsschrot und Sojaschrot. Das Futter wird überwiegend in der Region  angebaut und vom Futtermeister immer frisch zusammengestellt. Die eingesetzten Futtermittel unterliegen strengen Qualitätskontrollen.

Einen Teil des Bedarfs an Gerste, Weizen und Mais erzeugen wir in Eigenanbau. Die restlichen Futtermittel kaufen wir möglichst direkt vom Erzeuger und Händler in der Region. Unsere Lagerkapazitäten entsprechen in etwa der Hälfte des Jahresbedarfs. Betriebe, die uns Futtermittel liefern, sind QS- und GMP-zertifiziert. Jede Lieferung hat bei uns ihre eigene Ordernummer und wird auf Verunreinigungen, Aussehen und Geruch kontrolliert. Gleichzeitig entnehmen wir eine Probe, um die Trockensubstanz und den PH-Wert zu bestimmen. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Laboren zusammen, um Mykotoxine und mikrobiologische Parameter ständig unabhängig kontrollieren zu lassen. Auf diese Weise können wir unsere bewährt hohen Qualitäts- und Hygienestandards halten und den vorzüglichen Gesundheitsstatus unserer Sauen und Ferkel weiterhin bestens unterstützen.

UNSERE STÄLLE

Unsere Ställe sind mit einer automatisierten Klimasteuerung mit ständigem Luftaustausch ausgestattet, die in den Sauen-Abteilen eine konstante Temperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius gewährleistet. Dadurch sichern wir unseren Schweinen optimale Lebensbedingungen, saubere Luft und ein angenehmes Klima.

Es ist uns ein besonderes  Anliegen, die Geruchsemission für die Anlieger so gering wie möglich zu halten. So sind ein Großteil unserer Stallanlagen mit Abluftreinigungsanlagen ausgestattet, die neben Ammoniakminderung auch den Geruch reduzieren. Die in der Schweinehaltung anfallenden Exkremente verwerten wir zum überwiegenden Teil vor Ort in unseren Biogasanlagen. Das hat neben dem Energiegewinnungsaspekt den Vorteil einer deutlichen Reduzierung des Geruchs gegenüber der direkten Lagerung und Ausbringung. Aus dem Energielieferanten Gülle wird ein geruchsarmes Gärsubstrat, das als Naturdünger auf die Ackerböden der Region ausgebracht wird. Damit schließen wir unseren landwirtschaftlichen Kreislauf.

UNSER TRANSPORTSYSTEM

Unsere Ferkel werden überwiegend mit unseren hauseigenen LKW transportiert. Die Verladerampen an unseren drei- bis fünfstöckigen Fahrzeugen sind hydraulisch verstellbar und werden an die Höhe der Böden angepasst. Um das Verladen für die Tiere so schonend wie möglich zu gestalten, sind elektrische Viehtreiber bei uns verboten. Wir arbeiten mit Treibbrettern oder anderen tierfreundliche Treibmitteln. Lüftung, Selbsttränken-Anlagen und das Temperatur-Monitoring sind gewährleistet. Durch moderne Navigation und Monitoring können wir unseren Kunden die Ankunft der Tiere auf eine halbe Stunde genau ankündigen. Auch unseren Ferkeln kommt das zeitnahe Ausstallen und Abladen zugute.

Wir verfügen über eine eigene Werkstatt und haben so die Möglichkeit, die Fahrzeuge selbst zu reinigen und zu warten. Damit behalten wir die größtmögliche Kontrolle über den Hygiene-Status und den technischen Zustand unserer Fahrzeuge.

NACHHALTIGES WIRTSCHAFTEN

Die LFD Holding betreibt an den großen Standorten insgesamt zehn Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 6,8 Megwatt. Die Abwärme der Anlagen nutzen wir, um die Ställe zu heizen und um die Abteile mit warmem Wasser zu reinigen. Darüber hinaus können die Ferkel im Flatdeck angewärmtes Futter bekommen. So können wir auf fossile Brennstoffe verzichten. Die Biogasanlagen der Betriebe tragen dazu bei, dass die CO2-Emission zur Herstellung herkömmlicher elektrischer Energie um circa  22.900 t pro Jahr verringert wird.

In unseren Biogasanlagen wird Gülle zusammen mit nachwachsenden Rohstoffen (NAWARO) verstromt. In den Fermentern werden die Gärsubstrate auf eine optimale Temperatur erhitzt und zur Biogasproduktion aufbereitet. Das Biogas, welches an der Oberfläche des Substrates entweicht, wird im oberen Bereich (Tragluftdach) des Biogas-Behälters gesammelt und in einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom und Wärme weiterverarbeitet. Das nach dem Gärprozess verbleibende Substrat, der sogenannte Gärrest, kann als hochwertiger ökologischer Dünger verwendet werden.

Bis zur Ausbringung auf den landwirtschaftlichen Äckern und Wiesen werden Gärrest und Gülle bis zu sechs Monate in abgedeckten Behältern auf den Anlagen zwischengelagert. Die Gärreste werden in den Behältern gasdicht gelagert, um das Entweichen von Methan und Ammoniak vor dem Ausbringen auf die Felder zu verhindern. Im Vergleich zur Gülle hat das Gärsubstrat einen wesentlich höheren Trockensubstanzgehalt und einen größeren Düngewert. Gleichzeitig ist es im Vergleich zur Gülle fast geruchlos, wenn es auf die Felder ausgebracht wird. Der Dünger-Bedarf in den umliegenden landwirtschaftlichen Betrieben unserer Standorte stellt die vollständige Abnahme der Gärreste sicher.

Zur weiteren Optimierung unserer Energieversorgung dient der Betrieb von Solaranlagen an allen Standorten. Unsere Betriebe bieten durch ihre Größe, Lage und Ausrichtung dazu die besten Bedingungen. Jede Anlage trägt bereits jetzt zur Minderung der CO2-Belastung der Umwelt um 520.000 kg pro Jahr bei, Tendenz steigend.

20% der in Gladau und Binde benötigten Futtermittel bauen wir in Eigenproduktion an. Den Rest kaufen wir direkt von Erzeugern aus der Region. Das spart uns Zeit, Geld – und der Umwelt unnötige Transportwege.

Öffentlichkeitsinformation gemäß 12. BImSchV

AUFSICHT UND KONTROLLE

Unser Unternehmen unterliegt einer vielstufigen Kontrolle durch verschiedene Instanzen:

Der zuständige Tierarzt überprüft den Gesundheitszustand des gesamten Bestandes nahezu täglich, mindestens einmal pro Woche.

Die Bauaufsichtsbehörde überwacht regelmäßig, ob die Anlage der Baugenehmigung entspricht.

Die Immissionsschutzbehörde überprüft durch Begehungen ein bis zweimal jährlich, ob die Anlage entsprechend der Betriebsgenehmigung betrieben wird.

Der Brandschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung der Brandschutzvorschriften für Mensch und Tier.

Der TÜV überprüft alle zwei Jahre die Anlage nach dem Wasserhaushaltsgesetz.

Jährlich erfolgt die Elektrorevision, d.h. die fachmännische Überprüfung aller elektronischer Anlagen.