LFD Holding plädiert für generelles Verbot der Ferkelkastration – Petition gestartet

23. Juli 2019

Genthin/Berlin. Die LFD Holding, einer der führenden deutschen und europäischen Ferkelzuchtbetriebe, plädiert für ein generelles Verbot der Ferkelkastration sowie der Schlachtung, Verarbeitung und des Handels mit kastrierten Tieren. Dazu hat das Unternehmen eine Petition gestartet https://ferkelkastration.lfd-holding.com/ und erläutert seine Position in einem aktuell veröffentlichten Videobeitrag: zum Video

Anlass für die Initiative des Unternehmens ist die in Reihen der Politik derzeit favorisierte Beibehaltung der Ferkelkastration unter Betäubung mit Isofluran. Dies soll künftig, so eine Überlegung, auch von den Mitarbeitern der jeweiligen Betriebe durchgeführt werden können. Diese Methode stellt für die LFD Holding keine Lösung dar. Warum: Isofluran ist für deren Mitarbeiter schädlich, die Vollnarkosen sind für die Ferkel schädlich, und es bleibt eine Wunde mit all ihren Nachteilen – nicht zu Unrecht erfährt dieser Vorschlag auch die Kritik von Veterinärorganisationen und Tierschutzverbänden.

Es bleiben aus Sicht der LFD nur zwei sinnvolle Methoden: Ebermast oder Immunokastration, „Ein ganz großer Schritt in Richtung Tierschutz wird getan, wenn wir in Deutschland generell nur noch intakte Tiere aufziehen“ erklärt Jörn Göbert, Geschäftsführer der LFD-Holding. “Da eine umfangreiche Umstellung auf Ebermast aufgrund der abweichenden Fleischqualität nicht sinnvoll ist – wir rechnen mit maximal 10% – befürworten wir die flächendeckende Einführung der Immunokastration mit Improvac in Deutschland“. Bei diesem Verfahren bleibt die Fleischqualität vergleichbar erhalten, da sich die Tiere einfach langsamer entwickeln.

Um das zu erreichen, ist ein gänzliches Verbot der Schlachtung, Verarbeitung und des Handels von kastrierten Tieren in Deutschland der beste Weg – und zwar möglichst rasch. Dann herrschen klare Vorgaben für alle Marktteilnehmer und es ist für die Tiere wirklich was erreicht, so die seitens der LFD Holding bereits im Oktober letzten Jahres formulierte Forderung an die Politik, die Schlacht- und Verarbeitungsindustrie sowie den Handel. Die Ebermast sowie die Immunokastration sind in anderen EU-Ländern wie Holland, Spanien, UK, bereits weit verbreitete Verfahren und haben ihre Praxistauglichkeit bewiesen.

Kontakt:
Pressestelle LFD Holding
c/o plan B communication
0163 76 88 881

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